Eine frühere Version dieses Tutorials wurde von Brennan Bearnes geschrieben.

Einführung

Ein „LAMP“-Stack ist eine aus Open-Source-Software bestehende Gruppe, die normalerweise zusammenhängend installiert wird, damit ein Server dynamische Websites und Web-Apps hosten kann. Dieser Begriff ist ein Acronym, das für das Linux Betriebssystem mit dem Apache Webserver steht. Die Daten dieser Site werden in einer MySQL-Datenbank gespeichert, und der dynamische Inhalt wird von PHP verarbeitet.

In diesem Leitfaden installieren wir einen LAMP Stack auf einem Ubuntu 18.04 Server.

Voraussetzungen

Um dieses Tutorial fertigzustellen, benötigen Sie einen Ubuntu 18.04 Server mit einem sudo-aktivierten Benutzerkonto ohne Rootberechtigung und einer einfachen Firewall. Das kann mit unserem Leitfaden für das erstmalige Server-Setup für Ubuntu 18.04 konfiguriert werden.

Schritt 1 — Installation von Apache und Aktualisierung der Firewall

Der Apache-Webserver gehört zu den weltweit beliebtesten Webservern. Er ist umfassend dokumentiert und wird seit Beginn des Internets weitläufig eingesetzt, was ihn zur beliebten Standardoption für das Hosting einer Website macht.

Installieren Sie Apache mit Ubuntus Paketmanager apt:

  • sudo apt update
  • sudo apt install apache2

Da es sich hierbei um einen sudo-Befehl handelt, werden diese Operationen mit Rootberechtigungen ausgeführt. Sie werden aufgefordert, Ihre reguläres Benutzerpasswort einzugeben, um sich zu verifizieren.

Nach Eingabe des Passworts teilt Ihnen apt mit, welche Pakete installiert werden und wie viel zusätzlichen Festplattenplatz das erfordern wird. Drücken Sie auf Y und dann die ENTER, um mit der Installation zu beginnen.

Stellen Sie die Firewall so ein, dass Webverkehr gestattet ist

Vorausgesetzt, dass Sie die Ersteinrichtung des Servers korrekt vorgenommen und die UFW-Firewall aktiviert haben, müssen Sie als nächstes sichergehen, dass Ihre Firewall HTTP- und HTTPS-Verkehr gestattet. Sie können auch prüfen, ob UFW ein Anwendungsprofil für Apache aufweist:

  • sudo ufw app list
Output
Available applications: Apache Apache Full Apache Secure OpenSSH

Wenn Sie sich das gesamte Apache Full Profil ansehen, sollte es zeigen, dass es den Verkehr zu den Ports 80 und 443 gestattet:

  • sudo ufw app info "Apache Full"
Output
Profile: Apache Full Title: Web Server (HTTP,HTTPS) Description: Apache v2 is the next generation of the omnipresent Apache web server. Ports: 80,443/tcp

Aktivieren Sie eingehenden HTTP- und HTTPS-Verkehr für dieses Profil:

  • sudo ufw allow in "Apache Full"

Sie können eine Stichprobenkontrolle vornehmen, um zu verifizieren, dass alles wie geplant vorgenommen wurde, indem Sie die öffentliche IP-Adresse Ihres Servers im Web-Browser aufrufen (siehe Anmerkung unter der nächsten Rubrik, um zu erfahren, wie die öffentliche IP-Adresse lautet, sofern Sie diese Informationen noch nicht haben):

http://your_server_ip

Es wird die Standard-Webseite für Ubuntu 18.04 Apache angezeigt, die Informations- und Testzwecken dient. Sie sollte ungefähr wie folgt aussehen:

Ubuntu 18.04 Apache Standard

Wenn Sie diese Seite sehen, ist Ihr Webserver korrekt installiert und über Ihre Firewall zugänglich.

So finden Sie die öffentliche IP-Adresse Ihres Servers

Wenn Sie die öffentliche IP-Adresse Ihres Servers nicht kennen, haben Sie mehrere Möglichkeiten, sie zu finden. Es ist normalerweise die Adresse, die Sie zur Verbindung mit Ihrem Server über SSH verwenden.

Dies kann auf unterschiedliche Weise über die Befehlszeile erfolgen. Sie können zunächst die iproute2-Tools verwenden, um Ihre IP-Adresse zu erhalten, indem Sie Folgendes eingeben:

  • ip addr show eth0 | grep inet | awk '{ print $2; }' | sed 's/\/.*$//'

Damit erhalten Sie zwei oder drei Zeilen. Das sind alle korrekte Adressen, aber Ihr Computer kann ggf. nur eine davon verwenden. Probieren Sie daher jede aus.

Eine alternative Methode ist die Verwendung des curl-Utilitys, um einen Dritten zu kontaktieren, der Ihnen sagt, wie ihm Ihr Server angezeigt wird. Dazu wird ein bestimmter Server nach Ihrer IP-Adresse gefragt:

  • sudo apt install curl
  • curl http://icanhazip.com

Unabhängig davon, wie Sie Ihre IP-Adresse in Erfahrung bringen, geben Sie sie in die Adressleiste Ihres Webbrowsers ein, um die Standard-Apache-Seite zu sehen.

Schritt 2 — Installation von MySQL

Nachdem jetzt Ihr Webserver läuft, müssen Sie MySQL installieren. MySQL ist ein Datenbank-Managementsystem. Damit wird im Grunde genommen der Zugriff auf Datenbanken organisiert und bereitgestellt, in denen Ihre Website Informationen speichern kann.

Verwenden Sie auch hier wieder apt zur Beschaffung und Installation der Software:

  • sudo apt install mysql-server

Anmerkung: In diesem Fall müssen Sie sudo apt update nicht vor dem Befehl ausführen. Sie haben es gerade erst oben ausgeführt, um Apache zu installieren. Der Paketindex auf Ihrem Computer sollte bereits aktualisiert worden sein.

Auch mit diesem Befehl zeigen Sie eine Liste der Pakete an, die installiert werden, sowie den dafür benötigten Speicherplatz. Geben Sie Y ein, um fortzufahren.

Wenn die Installation abgeschlossen ist, führen Sie ein einfaches Sicherheitsskript aus, das in MySQL vorinstalliert ist, um einige gefährliche Standardeinstellungen zu entfernen und den Zugriff auf Ihr Datenbanksystem zu sperren. Starten Sie das interaktive Skript, indem Sie Folgendes ausführen:

  • sudo mysql_secure_installation

Sie werden gefragt, ob Sie das VALIDATE PASSWORD PLUGIN konfigurieren möchten.

Anmerkung: Die Aktivierung dieser Funktion bleibt Ihnen überlassen. Sollten Sie sie aktivieren, werden Passwörter, die nicht den angegebenen Kriterien entsprechen, als Fehler von MySQL abgelehnt. Das verursacht Probleme, wenn Sie ein schwaches Passwort mit Software verwenden, die automatisch die MySQL-Benutzerinformationen konfiguriert, wie die Ubuntu-Pakete für phpMyAdmin. Sie können die Validierung deaktiviert lassen, aber sollten immer starke, eindeutige Passwörter für die Datenbankinformationen verwenden.

Geben Sie Y für Ja oder etwas Anderes ein, um ohne Aktivierung weiterzumachen.

VALIDATE PASSWORD PLUGIN can be used to test passwords
and improve security. It checks the strength of password
and allows the users to set only those passwords which are
secure enough. Would you like to setup VALIDATE PASSWORD plugin?

Press y|Y for Yes, any other key for No:

Wenn Sie mit „ja“ antworten, werden Sie dazu aufgefordert, eine Stufe der Passwortvalidierung zu wählen. Denken Sie daran, dass die Auswahl von 2 als stärkste Validierungsstufe Fehler ergibt, wenn Sie ein Passwort ohne Zahlen, Buchstaben, Klein- oder Großbuchstaben und Sonderzeichen einrichten oder eines aus geläufigen Wörtern aus einem Wörterbuch.

There are three levels of password validation policy:

LOW    Length >= 8
MEDIUM Length >= 8, numeric, mixed case, and special characters
STRONG Length >= 8, numeric, mixed case, special characters and dictionary                  file

Please enter 0 = LOW, 1 = MEDIUM and 2 = STRONG: 1

Unabhängig davon, ob Sie sich für die Einrichtung des VALIDATE PASSWORD PLUGIN entschieden haben, wird der Server Sie als nächstes auffordern, ein Passwort für den MySQL root-Benutzer zu wählen und zu bestätigen. Dies ist ein Administratorkonto in MySQL mit mehr Privilegien. Sie können das mit dem root-Konto für den Server vergleichen (obwohl das Konto, das Sie gerade konfigurieren, ein MySQL-spezifisches Konto ist). Vergewissern Sie sich, dass es ein starkes, eindeutiges Passwort ist, und lassen Sie es nicht einfach leer.

Wenn Sie Passwortvalidierung aktiviert haben, wird Ihnen die Passwortstärke des soeben eingegebenen Root-Passworts gezeigt und Sie werden gefragt, ob Sie das Passwort ändern möchten. Wenn Sie mit Ihrem aktuellen Passwort zufrieden sind, geben Sie in der Eingabeaufforderung N für „nein“ ein:

Using existing password for root.

Estimated strength of the password: 100
Change the password for root ? ((Press y|Y for Yes, any other key for No) : n

Drücken Sie bei den restlichen Fragen auf Y und bei jeder Eingabeaufforderung die ENTER. Damit werden einige anonyme Benutzer und die Testdatenbank entfernt, ferngesteuerte Root-Logins deaktiviert und diese neuen Regeln geladen, damit MySQL die Änderungen, die Sie gerade vorgenommen haben, unverzüglich anwendet.

Beachten Sie, dass in Ubuntu-Systemen, die MySQL 5.7 (oder später) ausführen, der MySQL root-Benutzer statt über das Passwort standardmäßig mit dem Plugin auth_socket authentifiziert wird. Dadurch entsteht in vielen Fällen mehr Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit, kann aber auch Dinge komplizieren, wenn Sie einem externen Programm (z. B. phpMyAdmin) Zugriff auf den Benutzer erteilen müssen.

Wenn Sie zur Verbindung mit MySQL als root lieber ein Passwort verwenden, müssen Sie das Authentifizierungsverfahren von auth_socket in mysql_native_password ändern. Öffnen Sie dazu die MySQL -Eingabeaufforderung auf Ihrem Terminal:

  • sudo mysql

Prüfen Sie dann mit folgendem Befehl, welches Authentifizierungsverfahren Ihre MySQL -Benutzerkonten verwenden:

  • SELECT user,authentication_string,plugin,host FROM mysql.user;
Output
+------------------+-------------------------------------------+-----------------------+-----------+ | user | authentication_string | plugin | host | +------------------+-------------------------------------------+-----------------------+-----------+ | root | | auth_socket | localhost | | mysql.session | *THISISNOTAVALIDPASSWORDTHATCANBEUSEDHERE | mysql_native_password | localhost | | mysql.sys | *THISISNOTAVALIDPASSWORDTHATCANBEUSEDHERE | mysql_native_password | localhost | | debian-sys-maint | *CC744277A401A7D25BE1CA89AFF17BF607F876FF | mysql_native_password | localhost | +------------------+-------------------------------------------+-----------------------+-----------+ 4 rows in set (0.00 sec)

In diesem Beispiel können Sie sehen, dass der root-Benutzer über das auth_socket-Plugin authentifiziert wird. Um das root-Konto zur Authentifizierung mit einem Passwort konfigurieren zu können, führen Sie den folgenden ALTER USER-Befehl aus. Denken Sie daran, password in ein starkes Passwort Ihrer Wahl zu ändern:

  • ALTER USER 'root'@'localhost' IDENTIFIED WITH mysql_native_password BY 'password';

Führen Sie dann FLUSH PRIVILEGES aus, die den Server anweisen, die Berechtigungstabellen neu zu laden und die Änderungen zu übernehmen:

  • FLUSH PRIVILEGES;

Prüfen Sie die von Ihren Benutzern verwendeten Authentifizierungsmethoden erneut, um zu bestätigen, dass root nicht mehr über das auth_socket-Plugin authentifiziert wird:

  • SELECT user,authentication_string,plugin,host FROM mysql.user;
Output
+------------------+-------------------------------------------+-----------------------+-----------+ | user | authentication_string | plugin | host | +------------------+-------------------------------------------+-----------------------+-----------+ | root | *3636DACC8616D997782ADD0839F92C1571D6D78F | mysql_native_password | localhost | | mysql.session | *THISISNOTAVALIDPASSWORDTHATCANBEUSEDHERE | mysql_native_password | localhost | | mysql.sys | *THISISNOTAVALIDPASSWORDTHATCANBEUSEDHERE | mysql_native_password | localhost | | debian-sys-maint | *CC744277A401A7D25BE1CA89AFF17BF607F876FF | mysql_native_password | localhost | +------------------+-------------------------------------------+-----------------------+-----------+ 4 rows in set (0.00 sec)

In diesem Beispiel können Sie sehen, dass der MySQL root-Benutzer jetzt mit einem Passwort authentifiziert wird. Nach der Bestätigung auf Ihrem eigenen Server können Sie die MySQL-Shell beenden:

  • exit

Jetzt ist Ihr Datenbanksystem eingerichtet und Sie können PHP installieren, den letzten Bestandteil des LAMP-Stacks.

Schritt 3 — Installation von PHP

PHP ist der Bestandteil Ihres Setups, der Code verarbeitet, um dynamischen Inhalt anzuzeigen. Es kann Skripte ausführen, zwecks Datenabruf Verbindungen zu Ihren MySQL-Datenbanken herstellen und den verarbeiteten Inhalt zur Ansicht auf Ihren Webserver übertragen.

Verwenden Sie erneut das apt-System, um PHP zu installieren. Setzen Sie hier auch ein paar Hilfspakete ein, damit PHP-Code auf dem Apache-Server laufen und mit Ihrer MySQL-Datenbank kommunizieren kann:

  • sudo apt install php libapache2-mod-php php-mysql

Damit sollte PHP ohne Probleme installiert werden. Wir werden das gleich testen.

In den meisten Fällen sollten Sie die Art ändern, wie Apache Dateien überliefert, wenn ein Verzeichnis angefordert wird. Wenn derzeit ein Benutzer ein Verzeichnis vom Server anfordert, sucht Apache zunächst nach der Datei index.html. Wir möchten dem Webserver mitteilen, PHP-Dateien bevorzugt anzufordern. Daher sollte Apache erst nach der Datei index.php suchen.

Geben Sie dazu diesen Befehl ein, um die Datei dir.conf in einem Texteditor mit Rootberechtigung zu öffnen:

  • sudo nano /etc/apache2/mods-enabled/dir.conf

Sie wird ungefähr so aussehen:

/etc/apache2/mods-enabled/dir.conf
<IfModule mod_dir.c>
    DirectoryIndex index.html index.cgi index.pl index.php index.xhtml index.htm
</IfModule>

Verschieben Sie die PHP-Indexdatei (oben hervorgehoben) auf die erste Position nach der DirectoryIndex-Spezifikation, wie folgt:

/etc/apache2/mods-enabled/dir.conf
<IfModule mod_dir.c>
    DirectoryIndex index.php index.html index.cgi index.pl index.xhtml index.htm
</IfModule>

Speichern und schließen Sie dann die Datei durch Drücken von CTRL+X. Bestätigen Sie das Speichern, indem Sie Y eingeben und dann mit der ENTER den Dateispeicherort verifizieren.

Starten Sie daran anschließend den Apache-Webserver neu, damit Ihre Änderungen erkannt werden. Geben Sie dazu Folgendes ein:

  • sudo systemctl restart apache2

Sie können auch mit systemctl den Status des apache2-Dienstes prüfen:

  • sudo systemctl status apache2
Sample Output
● apache2.service - LSB: Apache2 web server Loaded: loaded (/etc/init.d/apache2; bad; vendor preset: enabled) Drop-In: /lib/systemd/system/apache2.service.d └─apache2-systemd.conf Active: active (running) since Tue 2018-04-23 14:28:43 EDT; 45s ago Docs: man:systemd-sysv-generator(8) Process: 13581 ExecStop=/etc/init.d/apache2 stop (code=exited, status=0/SUCCESS) Process: 13605 ExecStart=/etc/init.d/apache2 start (code=exited, status=0/SUCCESS) Tasks: 6 (limit: 512) CGroup: /system.slice/apache2.service ├─13623 /usr/sbin/apache2 -k start ├─13626 /usr/sbin/apache2 -k start ├─13627 /usr/sbin/apache2 -k start ├─13628 /usr/sbin/apache2 -k start ├─13629 /usr/sbin/apache2 -k start └─13630 /usr/sbin/apache2 -k start

Drücken Sie Q, um diese Statusausgabe zu beenden.

Um die Funktionalität von PHP zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, zusätzliche Module zu installieren. Um die verfügbaren Optionen für PHP-Module und Bibliotheken zu sehen, sollten Sie die Ergebnisse der apt Suche in less einspeisen, einem Pager, mit dem Sie durch die Ausgabe anderer Befehle scrollen können:

  • apt search php- | less

Verwenden Sie die Pfeiltasten, um nach oben und unten zu scrollen und drücken Sie zum Beenden auf Q.

Die Ergebnisse sind alle optionalen Komponenten, die Sie installieren können. Sie erhalten eine kurze Beschreibung jeder Komponente:

bandwidthd-pgsql/bionic 2.0.1+cvs20090917-10ubuntu1 amd64
  Tracks usage of TCP/IP and builds html files with graphs

bluefish/bionic 2.2.10-1 amd64
  advanced Gtk+ text editor for web and software development

cacti/bionic 1.1.38+ds1-1 all
  web interface for graphing of monitoring systems

ganglia-webfrontend/bionic 3.6.1-3 all
  cluster monitoring toolkit - web front-end

golang-github-unknwon-cae-dev/bionic 0.0~git20160715.0.c6aac99-4 all
  PHP-like Compression and Archive Extensions in Go

haserl/bionic 0.9.35-2 amd64
  CGI scripting program for embedded environments

kdevelop-php-docs/bionic 5.2.1-1ubuntu2 all
  transitional package for kdevelop-php

kdevelop-php-docs-l10n/bionic 5.2.1-1ubuntu2 all
  transitional package for kdevelop-php-l10n
…
:

Um mehr über die Funktion der einzelnen Module zu erfahren, können Sie im Internet nach weiteren Informationen suchen. Sie können sich auch die lange Beschreibung des Pakets ansehen, indem Sie Folgendes eingeben:

  • apt show package_name

Sie erhalten zahlreiche Ausgaben und ein Feld Description mit längeren Erklärungen zur Funktionalität, die das jeweilige Modul bereitstellt.

Um beispielsweise herauszufinden, was das php-cli-Modul macht, können Sie Folgendes eingeben:

  • apt show php-cli

Neben einer großen Menge weiterer Informationen finden Sie etwas, das ungefähr so aussieht:

Output
… Description: command-line interpreter for the PHP scripting language (default) This package provides the /usr/bin/php command interpreter, useful for testing PHP scripts from a shell or performing general shell scripting tasks. . PHP (recursive acronym for PHP: Hypertext Preprocessor) is a widely-used open source general-purpose scripting language that is especially suited for web development and can be embedded into HTML. . This package is a dependency package, which depends on Ubuntu's default PHP version (currently 7.2). …

Wenn Sie sich nach Ihren Recherchen entscheiden, ein Paket zu installieren, können Sie dies mit dem apt install-Befehl tun, wie Sie es bereits für die andere Software getan haben.

Wenn Sie sich für php-cli entschieden haben, können Sie Folgendes eingeben:

  • sudo apt install php-cli

Wenn Sie mehr als ein Modul installieren möchten, können Sie die durch ein Leerzeichen getrennten Module nach dem apt install-Befehl auflisten, wie zum Beispiel:

  • sudo apt install package1 package2 ...

Jetzt ist Ihr LAMP-Stack installiert und konfiguriert. Bevor Sie etwas Anderes tun, empfehlen wir, dass Sie einen virtuellen Apache Host einrichten, wo Sie die Konfigurationsinformationen Ihres Servers speichern können.

Schritt 4 — Einrichten eines virtuellen Hosts (Empfohlen)

Wenn Sie den Apache-Webserver verwenden, können Sie virtuelle Hosts _(ähnlich wie Server Blocks in Nginx) verwenden, um Konfigurationsinformationen mit einzuschließen und mehr als eine Domäne auf einem einzigen Server zu hosten. Wir richten eine Domäne namens **yourdomain ein, aber Sie sollten **diesen Namen durch Ihren eigenen Domänenamen ersetzen. Um mehr über die Einrichtung eines Domänenamens mit DigitalOcean zu erfahren, lesen Sie unsere Einführung zu DigitalOcean DNS.

Apache auf Ubuntu 18.04 hat einen Server-Block, der standardmäßig aktiviert und so konfiguriert ist, dass er Dokumente aus dem /var/www/html-Verzeichnis bereitstellt. Das eignet sich gut für eine Site, kann aber umständlich werden, wenn Sie mehrere Sites hosten. Statt /var/www/html zu ändern, erstellen wir eine Verzeichnisstruktur innerhalb /var/www für unsere your_domain und lassen dabei /var/www/html als Standardverzeichnis, das bereitgestellt wird, wenn eine Client-Anfrage keine übereinstimmenden Sites ergibt.

Erstellen Sie das Verzeichnis für your_domain wie folgt:

sudo mkdir /var/www/your_domain

Weisen Sie als Nächstes das Eigentum am Verzeichnis mit der $USER Umgebungsvariablen zu:

  • sudo chown -R $USER:$USER /var/www/your_domain

Die Berechtigungen Ihrer Web-Roots sollten korrekt sein, wenn Sie Ihren unmask-Wert nicht geändert haben, aber Sie können das durch die folgende Eingabe prüfen:

  • sudo chmod -R 755 /var/www/your_domain

Erstellen Sie als Nächstes eine index.html Beispielsseite durch die Verwendung von nano oder Ihrem bevorzugten Texteditor:

  • nano /var/www/your_domain/index.html

Fügen Sie dann das folgende HTML-Beispiel hinzu:

/var/www/your_domain/index.html
<html>
    <head>
        <title>Welcome to Your_domain!</title>
    </head>
    <body>
        <h1>Success!  The your_domain server block is working!</h1>
    </body>
</html>

Wenn Sie fertig sind, speichern und schließen Sie die Datei.

Sie müssen eine virtuelle Host-Datei mit den richtigen Richtlinien erstellen, damit Apache diesen Inhalt bereitstellen kann. Statt die Standardkonfigurationsdatei direkt unter /etc/apache2/sites-available/000-default.conf zu ändern, erstellen wir eine neue in /etc/apache2/sites-available/your_domain.conf:

  • sudo nano /etc/apache2/sites-available/your_domain.conf

Fügen Sie den folgenden Konfigurationsblock ein, der dem Standard ähnlich ist, aber für unser neues Verzeichnis und den Domänenamen aktualisiert wurde:

/etc/apache2/sites-available/your_domain.conf
<VirtualHost *:80>
    ServerAdmin webmaster@localhost
    ServerName your_domain
    ServerAlias www.your_domain
    DocumentRoot /var/www/your_domain
    ErrorLog ${APACHE_LOG_DIR}/error.log
    CustomLog ${APACHE_LOG_DIR}/access.log combined
</VirtualHost>

Sie werden feststellen, dass wir DocumentRoot auf unser neues Verzeichnis und ServerAdmin auf eine E-Mail aktualisiert haben, auf die der Site-Administator von your_domain zugreifen kann. Wir haben auch zwei Richtlinien hinzugefügt: ServerName, der die Basisdomäne festlegt, die zu dieser virtuellen Host-Definition passen sollte, und ServerAlias, der weitere Namen definiert, die wie der Basisname passen sollten.

Wenn Sie fertig sind, speichern und schließen Sie die Datei.

Aktivieren wir jetzt die Datei über das Tool a2ensite:

  • sudo a2ensite your_domain.conf

Deaktivieren Sie die unter 000-default.conf definierte Standard-Site:

  • sudo a2dissite 000-default.conf

Als Nächstes testen wir auf Konfigurationsfehler:

  • sudo apache2ctl configtest

Sie sollten die folgende Ausgabe sehen:

Output
Syntax OK

Starten Sie Apache neu, um Ihre Änderungen zu implementieren.

  • sudo systemctl restart apache2

Apache sollte jetzt für Ihren Domänenamen eingerichtet sein. Sie können dies testen, indem Sie zu http://your_domain navigieren, wo Sie etwas Ähnliches wie dies sehen sollten:

Beispiel für einen virtuellen Apache Host

Damit ist Ihr virtueller Host vollständig eingerichtet. Bevor Sie allerdings mehr Änderungen vornehmen oder eine Anwendung ensetzen, wäre es hilfreich, Ihre PHP-Konfiguration proaktiv zu testen, für den Fall, dass es Probleme gibt, die behoben werden müssen.

Schritt 5 — Test der PHP-Verarbeitung auf Ihrem Webserver

Um die für PHP korrekte Systemkonfiguration zu testen, erstellen Sie ein sehr einfaches PHP-Skript namens info.php. Damit Apache diese Datei finden und sie korrekt bereitstellen kann, muss sie in Ihrem Web-Root-Verzeichnis gespeichert sein.

Erstellen Sie die Datei im zuvor erstellten Web-Root-Verzeichnis, indem Sie Folgendes ausführen:

  • sudo nano /var/www/your_domain/info.php

Damit wird eine leere Datei geöffnet. Fügen Sie der Datei den folgenden Text, d. h. den gültigen PHP-Code, hinzu:

info.php
<?php
phpinfo();
?>

Wenn Sie fertig sind, speichern und schließen Sie die Datei.

Jetzt können Sie testen, ob Ihr Webserver den Inhalt korrekt anzeigen kann, der von diesem PHP-Skript generiert wurde. Rufen Sie dazu diese Seite in Ihrem Web-Browser auf. Sie benötigen erneut die öffentliche IP-Adresse des Servers.

Besuchen Sie dazu folgende Adresse:

http://your_domain/info.php

Sie sollten auf einer Seite landen, die ungefähr so aussieht:

Ubuntu 18.04 Standard PHP Info

Diese Seite stellt einige grundlegende Informationen über den Server aus der Sicht von PHP bereit. Sie ist zum Debuggen nützlich und um sicherzustellen, dass Ihre Einstellungen korrekt angewendet werden.

Wenn Sie diese Seite in Ihrem Browser sehen können, funktioniert Ihr PHP wie geplant.

Nach diesem Test sollten Sie die Datei entfernen, weil sie unberechtigten Benutzer Informationen über Ihren Server anzeigen könnte. Führen Sie dazu folgenden Befehl aus:

  • sudo rm /var/www/your_domain/info.php

Sie können diese Seite immer wieder neu erstellen, wenn Sie später auf die Informationen zugreifen müssen.

Zusammenfassung

Jetzt haben Sie einen LAMP-Stack installiert und verfügen über viele Möglichkeiten für die nächsten Schritte. Sie haben kurz gesagt eine Plattform installiert, die es Ihnen ermöglicht, die meisten Arten von Websites und Web-Software auf Ihrem Server zu installieren.

Im nächsten Schritt sollten Sie sicherstellen, dass Verbindungen zu Ihrem Webserver gesichert sind, indem Sie sie über HTTPS bereitstellen. Die einfachste Möglichkeit ist die Verwendung von Let’s Encrypt, um Ihre Website mit einem kostenlosen TLS/SSL-Zertifikat zu sichern.

Andere gängige Optionen sind:

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